Das Feegan “Vegan Wiki”

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Gojibeeren

Gojibeeren, auch Wolfsbeeren gennant, werden überwiegend in Zentral- und Westasien angebaut. Sie werden sowohl als Frucht wie auch Gewürz bezeichnet. Erwerben können sie Gojibeeren in jedem Bioladen oder Reformhaus.  Gojibeeren sind auch als Saft erhältlich, dieser ist im Kühlschrank aufzubewahren. In der traditionellen chinesichen Medizin werden 120ml des Saftes täglich getrunken.  Ebenso finden die Gojibeeren ihre Verwendung als Tee, dieser ist gut für Bluthochdruckerkrankungen und Diabetiker.  Eine weitere Einnahmeoption ist in Kapselform. Hierfür nimmt man 500mg, 1-3 mal täglich zu sich.

Produkte, welche Goji-Beeren enthalten, werben oft mit extravaganten gesundheitlichen Vorteilen die sich zu gut um wahr zu sein anhören.  Die Forschungsarbeiten der Vorteile von Gojibeeren sind stetig am laufen. Bekannt ist lediglich, dass Gojibeeren reich an Antioxidanten sind und Gojisaft als mildes Adaptogen wirkt.

Vorsichtsmaßnahmen:
Gojibeeren sollten nicht ohne Einwilligung eines Arztes von Chemo- oder Strahlungsteraphie Patienten eingenommen werden.
Sollten sie Bluthochdruck oder Diabetes Medikamente einnehmen, sprechen sie die Einnahme von Gojibeeren mit Ihrem Arzt ab.
Auch sollten sie Gojibeeren bei der Einnahme von Blutverdünnungsmitteln (z.B. Warfarin) meiden, da deren Wirkung eventuell erhöht werden könnte.

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Ingwer

Ingwers (=Zingiber) leitet sich von dem griechischen zinsgiberis, welches wiederum von dem sandkritischen sringabera kommt, was “hornförmig” bedeutet.

Ingwer hat in Asien seinen Ursprung, wo er bereits seit über 4,400 Jahren als Gewürz verwendet wird. Über die Jahre wurde er zu einem der weltbekanntesten kulinarischen Geschmacksrichtungen. Sein intensiv klarer jedoch leicht süßlicher Geschmack in Verbindung mit dem scharfem Aroma ist ein essenzieller Bestandteil in jedem indischen Curry oder Thai Pfannengericht bis hin zu Lebkuchen und Ginger Ale.

In der Medizin wird Ingwer hauptsächlich bei Verdauungsproblemen verwendet, jedoch hat er viele weitere Anwendungsgebiete. Kräuterkundige verschreiben Ingwerwurzel bei Reisekrankheit um Brechreiz oder Erbrechen gegen zu wirken. Anders als viele verschreibungspflichtigen oder rezeptfreie Reisekrankheit-Medikamente führt die Einnahme von Ingwer nicht zu Schwindelgefühl oder einem trockenen Mund. Ingwer kann ohne Bedenken bei Schwangerschaft, Chemotherapie und postoperativer Heilungsphase eingenommen werden. Er hat sogar eine antiseptische Eigenschaft, welche Infektionen des Verdauungstrakts und Auswirkungen von Lebensmittelvergiftungen entlasten können. Ingwertee wird zur Behandlung von Erkältungen, Grippe, Kopfschmerzen und Menstruationsschmerzen verordnet. Weiterhin findet er auch in der traditionellen Medizin Verwendung zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen auf Grund von Arthritis und eiternder Kolitis.

Geschichte:
Bereits in der Antike spielte Ingwer eine Rolle in der arabischen, indischen und asiatischen Kräutermedizin. Vorallem in der chinesischen Medizin übernimmt Ingwer eine essenzielle Rolle. Im antiken Indien wurde Ingwer dazu verwendet Probleme des Verdauungstraktes und von Darmgas zu kontrollieren. Auch stimuliert er die Blutzirkulation der Extremitäten.
Ursprünglich kannte man ihn unter dem Namen vishwabhesaj, was “universal Medizin” bedeutet. Die Griechen und Römer importierten Ingwer aus dem Osten und verzehrten ihn als Heilmittel gegen Darmparasiten. Auch im Mittelalter hatte Ingwer hohes Ansehen und man sprach ihm seinen Ursprung im Garten von Eden zu.

Ursprung und Erwerb:
Seit der Antike wird Ingwer im tropischen Asien angebaut, jedoch ist seine ursprüngliche Herkunft umstritten. Es sind keine Wildformen von Ingwer bekannt. Eventuell hat er seinen Ursprung in Indien, und breitete sich dann im tropischen Asien vor Beginn der Zeitrechnung aus. Frischer Ingwer, gemahlener Ingwer wie auch Ingwertees können in den meisten Supermärkten erworben werden. Ingwer Extrakt und Kapseln findet man in Bioläden.

Frischer Ingwer Tee: Zerkleinern sie etwa 2cm Ingwer und köcheln Sie diesen in ca einem Liter heißem Wasser für etwa 15 Minuten. Abseihen. Trinken sie 1-3 Tassen pro Tag bei Husten und Erkältung zur Verbesserung Ihrer Blutzirkulation.

Kapseln: Nehmen sie 2-3mal am Tag 250-500mg
Extrakt: Konzentrierte Extrakte werden typischerweise bei Osteoarthritis eingenommen. Einnahme wie verordnet.

Vorsichtsmaßnahmen:
Ingwer in die Ernährung mit einzubeziehen ist für jung und alt ungefährlich, jedoch kann er in seltenen Fällen zu Sodbrennen führen. Schwangere Frauen sollten am Tag nicht mehr als 1g getrockneten Ingwer zu sich nehmen. Kombinieren sie keine hohe Dosis von Ingwer mit blutverdünnenden Medikamenten ohne medizinische Betreuung.

 

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Kurkuma

Kurkuma wird zur Behandlung von Gelenkschmerzen, Verdauungsproblemen, Leberstörungen und Hautleiden verwendet. Kräuterkundige empfehlen Kurkuma auch bei Verdauungsstörung, Durchfall oder bei entzündlichen Darmerkrankungen. Andere Verwendungszwecke umfassen Hautreinigung bei beispielsweise Flechte und Schuppenflechte, Vorbeugung von Herzerkrankungen und Krebs, wie auch die Reduktion vom Cholesterinspiegel im Blut.
Geschichte:
Kurkuma wird seit über 2,500 Jahren in der indisch ayurvedischen und der traditionellen Unani Medizin verwendet vorwiegend zur Behandlung von Verdauung- und Leberbeschwerden, Hautinfektionen und -reizungen und Arthritis.  Anwender der traditionellen chinesischen Medizin verschreiben Kurkuma bei Magenschmerzen, Gelbsucht und Menstruationsbeschwerden.
Erwerb und Einnahme
Kurkuma eignet sich perfekt als Containerpflanze für die Terrasse und kann daher in jeder auf Kräuter spezialisierten Gärtnerei erworben werden. Angebaut wird es in den gesamten Tropen, mit Indien und China an der Spitze der weltweiten Versorgung.
Tee: 1 Teelöffel Kurkuma für 2 Tassen heißes Wasser. 10 Minuten ziehen lassen. Bei Bedarf Honig oder Zitrone dazugeben.
Kapseln: Nehmen Sie 2-3g Kurkuma pro Tag ein, dies entspricht dem typischen Tagesverbrauch von 60-100mg Kurkumin in der indischen Ernährung.