Soffl’s Vegan-Challenge

Abschlussbilanz

Es sind nun ein, zwei Monate vergangen und die Fastenzeit ist eine Weile her.

Ich hatte genügend Zeit meinen veganen Monat zu reflektieren, vor allem in den Monaten danach in denen ich nicht mehr auf alles verzichten konnte.

Letztendlich kann ich sagen dass der vegane Monat mir/uns viel gebracht hat. Man sieht den Supermarkt mit anderen Augen und kauft, denkt viel bewusster was die eigene Ernährung und den Umgang mit tierischen Lebensmitteln angeht. Als ich das erste mal wieder Fleisch und Fisch nach diesem Monat gegessen habe, hat beides vollkommen anders, fast „neu“ geschmeckt. Man schätzt das Fleisch viel wesentlicher, es ist nicht einfach nur „Produkt“.

Ich könnte trotz allem auf tierische Produkte nicht komplett verzichten, ich finde es jedoch wichtig wenn man dabei bleibt, Eier, Milch, Fleisch und Fisch zu essen, dass man als erste Priorität die Qualität und Herkunft setzt. Aber selbst das garantiert einem nicht, dass das Tier nicht gelitten hat oder unter unwürdigen Umständen geschlachtet wurde. Ganz zu schweigen von der Eier und Milch Industrie. Es ist eine nie endende Debatte mit sich selbst und den verschiedenen Verfechtern der jeweiligen „Ernährungsgruppe“. Ebenso wichtig finde ich es aber auch, nicht alles was vegan im Supermarkt oder Internet angeboten wird als „ideal“ zu sehen. Ich finde es auch nicht nötig alle Fleischprodukte vegan zu ersetzen. Aber das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, was er da am gesündesten und besten findet.

Ich persönlich kann mich momentan weder für die eine noch andere Seite vollkommen entscheiden. Das wird hoffentlich die Zeit bringen…

Liebste Grüße,

Sophia

 

Veganes Rührei mit Tomaten und Basilikum:

Auch hier stammt das Rezept aus dem Kochbuch von Atilla Hiltmann. Das vegane „Rührei“ besteht aus Tofu und etwas Kurkuma, das verleiht die typische Rühreifärbung. Ich persönlich fand es sehr gewöhnungsbedürftig 🙂

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Veganes „Rührei“

 

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Vegane Burger:

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Vegane Burger

Die veganen Burger waren eines meiner Lieblingsgerichte und sind es auch geblieben. Auf die Idee kam ich gemeinsam mit meinem Freund, da es ein ziemlich simples Gericht ist, das schnell geht und satt macht.

Das Ganze besteht aus einer selbst gemachten Soße aus Senf, Sweet Chili Soße und Ketchup. Dann Salat nach Wahl, einem Kartoffelpuffer, Gurken, Avocado, Tomaten, geröstete Zwiebeln und dem veganen Fleischersatz. Wirklich super lecker!!! 🙂

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Vegane Pizza:

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Vegan Pizza

Vegane Pizza? Ohne Käse?

Konnte ich mir zu erst überhaupt nicht vorstellen. Deshalb wollte ich es einfach mal ausprobieren und war recht überrascht wie lecker sie geschmeckt hat. Der Belag bestand aus Zuchini, Pilzen, Oliven, Spinat, Lauch, Pesto und einer selbstgerührten Tomatenpaste. Man braucht tatsächlich keinen Käse auf der Pizza, damit sie schmeckt!

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Veganer Döner von Kumpir Queen/Bamberg:

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Veganer „Döner“ aus Bamberg

Einer der ersten Dönerläden in Bamberg, der vegane Gerichte angeboten hat ist meines Wissens nach KumpirQueen gewesen. Der Dürüm wird selbst hergestellt, frisch ausgerollt und gebacken – köstlich! Dann kann man entweder Falafel oder das Dönerfleischersatzprodukt Seitan wählen. Beides lecker lecker lecker!

Hier die Adresse:
KumpirQueen türkischer Imbiss
Keßlerstraße 28
96047 Bamberg

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Veganes Fasten-Menü im Messerschmitt:

Zu diesem Genuss durfte ich durch meinen Freund kommen, da er mich überraschend ins Messerschmitt einlud. Das Menü war wirklich interessant und es war einfach faszinierend und spannend mal vegan bekocht zu werden. Insgesamt sehr lecker, jedoch enthielten die Gerichte sehr viele säuerliche Komponenten, das war etwas schade. Das Kokos-Eis zum Schluss war unser beider Favorit.

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Zwischenbilanz

Frühstück

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DSC_0355So sieht im Moment fast jeden Morgen mein Frühstück aus. Ein leckeres Müsli mit ungesüßten Corn-Flakes, Knuspermüsli, Obst, gepufftem Amaranth, etwas Agavendicksaft und einem beliebigen Milchersatz wie zum Beispiel die Bio Soja- Reis-Milch von soja. Dazu ein leckerer Tee aus frischer Minze (gekauft in der Moschee um die Ecke) – super lecker und einfach kein Vergleich zu Beutel-Tee oder selbst „echten“ Teemischungen. Dieses Frühstück ist wirklich schnell gemacht und schmeckt auch noch gut, der Tee ist ein kleiner frische-Kick in den Tag. Ich muss ehrlich sein – ich frühstücke normalerweise nicht, einfach weil oft die Zeit nicht da ist oder ich diese Gewohnheit nicht inne hatte. Doch wegen der Challenge achte ich jetzt viel mehr darauf was ich esse und auch wann. Es macht mittlerweile richtig Spaß sich Zeit zu nehmen um ein kleines, aber feines Frühstück herzurichten. Man fühlt sich danach tatsächlich gut und fiter um in den Tag zu starten.

Mittag / Abendessen

Mittlerweile habe ich schon viel ausprobiert, aber leider nicht alles fotografiert. ! Mein persönlicher Favorit ist die vegane Bolognese mit Nudeln und ein kleiner Salat dazu. Die hatte ich auch schon öfter vor der Challenge gekocht und schon den ein oder anderen reingelegt, indem ich nichts davon erwähnte dass das Gericht vegan ist. Sogar mein Papa war erstaunt wie lecker so etwas ohne Fleisch schmecken kann. !

Vegane Bolognese

Das brauchst du:
2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, Tomatenmark (ca. 200g),
Tofu Natur (ca. 250-300g), Zucker (1Tl) oder Agavendicksaft (2Tl),
Schuss Rotwein, Salz und Pfeffer

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Zubereitung:
Tofu mit einer Gabel in einer Schale zerbröseln. Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Tofu darin ca. 4 Min unter rühren anbraten, bis er eine leicht goldgelbe Farbe annimmt. Zwiebeln und Knoblauch mitbraten, schon etwas salzen und pfeffern. Dann Tomatenmark hinzugeben und den Zucker/Agavendicksaft, etwas karamellisieren lassen. Mit Rotwein ablöschen und etwas köcheln lassen. Nach Belieben nachwürzen, z.B auch mit Oregano oder Kräuter der Provence, wie man es am liebsten mag.!

Zusammen mit ein paar guten Nudeln – ein Traum!!! 🙂
(Quelle des Rezepts: Vegan for Fit – Attila Hiltmann S.97)

An zweiter Stelle stehen für mich vegane Wraps, die ich ohne Kochbuch vor ein paar Tagen ausprobiert habe.

Vegane Wraps

DSC_0344Das brauchst du:
1-2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 Zucchini, 1 Aubergine, 2 frische Tomaten, frischer Koriander, Salz und Pfeffer & Wraps

Zubereitung:
Alles fein hacken, und in einer große Pfanne mit Olivenöl anbraten. Ziemlich am Schluss den fein geschnittenen Koriander dazu geben und salzen/pfeffern. Fertig ist die Füllung! Der Koriander ist in meinen Augen das i-Tüpfelchen, er gibt dem Ganzen eine ganz persönliche Note. Wem Koriander nicht zusagt, der findet sicher andere Kräuter um das ganze noch etwas zu verfeinern.

Nun das Ganze etwas abkühlen lassen und die Wraps in einer Pfanne (ohne Öl!) erhitzen. So werden sie schön weich und man kann sie gut rollen. Dann die Füllung in den ruhig noch etwas heißen Wrap hineingeben, ich habe zusätzlich noch Gurken und Salat hinein. Es gibt ganz viele Möglichkeiten dieses Gericht zu variieren. Es ist wirklich schnell gemacht und einfach lecker! Viel Spaß beim nachkochen 🙂

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Erster Eintrag

Hallo ihr Lieben! Ich stelle mich mal kurz vor:
Mein Name ist Sophia Fiedler, ich bin 18 Jahre alt und habe letztes Jahr mein Abitur in Bamberg gemacht. Fee kenne ich durch ihre Tochter Marie, so kommt es, dass ich auf ihrer Website über meinen kleinen „Selbstversuch“ berichten darf.

Soffls-Vegan-Challenge

Sophia von „Soffls-Vegan-Challenge“

Zur Fastenzeit kam mir spontan die Idee mich einmal so richtig herauszufordern. Ich machte mir sowieso schon viele Gedanken darüber, wie sehr unsere Gesellschaft auf der Ernährung von Tieren basiert und wie ich dazu betragen könnte etwas daran zu ändern. Und wenn es auch nur ein kleiner Teil wäre, so dachte ich, wäre es schon mal für mich selbst ein Erfolg wenn ich es schaffen würde, immer mehr auf den Konsum von tierischen Produkten zu verzichten. Viele viele Diskussionen führte ich darüber mit meinen Eltern, meinem Freund und der Familie. Die Meinungen gingen weit auseinander und es entstanden oft hitzige Debatten. So wie man es eben auch nicht selten im Internet unter diversen Tierversuch-Videos von PETA lesen kann. Zeitweise werden richtige Hasstiraden gegeneinander geschrieben und das fand ich erschreckend. Dennoch ist es auch gut dass es endlich an der Zeit ist, dass diese Diskussion immer mehr Platz in unserer Gesellschaft findet und Tierschützer mehr Gehör und Aufmerksamkeit bekommen. Das ist wichtig und längst überfällig.

Überwiegend ernährte ich mich also schon vegetarisch, konnte aber nie ganz auf Fleisch und Fisch verzichten und auf Milchprodukte u.ä. noch weniger. Zeitweise hatte ich mich vom veganen Lebensstil zwar schon begeistern lassen, kaufte mir auch das Buch von Attila Hiltmann und kochte ab und an vegan, aber dauerhaft hielt ich es nie durch. Es ist auch schwierig wenn der Kühlschrank zuhause mit all den „gewöhnlichen“ Lebensmitteln bestückt ist, da sich die Eltern eben so ernähren. Da fällt es nicht leicht, die Milch oder den Käse unberührt zu lassen. Sicherlich bin ich nicht die einzige der es so ergeht und viele teilen vielleicht diese Erfahrung im „Wandel“ ihrer eigenen Ernährung.

Nun wollte ich aber Ernst machen und wenn es auch nur für einen Monat oder zwei wäre. Zuerst sollte es ein kleiner Scherz zu meinem Freund Stefan sein, dass wir uns doch vegan ernähren könnten, jetzt wo die Fastenzeit beginnt. Aber plötzlich hatte ich richtig Lust darauf, einfach mal etwas neues auszuprobieren was man (noch) für richtig schwierig und schwer umsetzbar im Alltag hält.

Also ging es auf zum ersten „vegan“ Großeinkauf! Ich las vorher viel in Attilas Buch und erstellte eine Einkaufsliste anhand seiner Gerichte. Es ist erschreckend wie wenig Auswahl man plötzlich im „normalen“ Supermarkt vorfindet, man könnte über die Hälfte einfach wegstreichen, denn überall befindet sich irgendwo ein Ei oder Milch/Sahne darin. Eine irritierende Erkenntnis, die einem wirklich die Augen öffnet. Leider sind die Produkte ohne tierische Erzeugnisse auch etwas teurer, hoffentlich wird sich das in Zukunft noch ändern.

Spannende zwei Wochen sind nun schon vergangen und ich habe es gemeinsam mit Stefan geschafft, (mit kleinen Ausnahmen) ausschließlich vegan zu essen. Juhu! Man fühlt sich tatsächlich moralisch gesehen gut und ich sehe: ES GEHT TATSÄCHLICH AUCH ANDERS.

Ich freue mich demnächst noch ein paar Bilder und kleine Berichte hier auf Feegan zu veröffentlichen. Und ich freue mich auch über den ein oder anderen Leser 🙂

Liebste vegane Grüße

Sophia